Leserbrief: Resultate, statt Stimmungsmache

Ende Juli hat LUSTAT den Leerwohnungsbestand in den Luzerner Gemeinden publiziert. Dieser liegt im Durchschnitt unter einem Prozent. Fast gleichzeitig kommt vom Luzerner Regierungsrat die Zuteilung der  Asylsuchenden auf die Gemeinden. Da erhält beispielsweise eine kleine Nachbarsgemeinde drei Asylsuchende zugeteilt, weist aber gemäss LUSTAT keine einzige leere Wohnung aus. Wie soll das gehen? Die Asylsuchendenden brauchen je nach Herkunft und Hintergrund Betreuung sowie Beschäftigung, was nur mit Zentren lösbar ist, nicht aber mit vielen Kleinplatzierungen auf alle Gemeinden verteilt. Der Bund verfügt über verschiedenste Militärliegenschaften im Kanton Luzern, der Kanton selber hat weitere Liegenschaften. Es gibt also Möglichkeiten und Wege. Wenn sich nun die verschiedenen Kreise in Empörung über die Situation äussern, so bringt uns dies leider keinen Millimeter weiter.

 

Wenn schon alle den Braten des kommenden Wahlherbstes riechen und im Landesinteresse für ehrliche Lösungen bemüht sind, weshalb setzen sich nicht alle an einen runden Tisch und verhelfen den besten Ideen zu einer Mehrheit? Macher, die um echte Lösungen bemüht sind, benötigt das Land, nicht Scheingefechte und solche, die bloss die Stimmung aufheizen. Wir brauchen deshalb nicht noch mehr Sololäufe, sondern politische Resultate, die von einer breiten "Koalition der Willigen" mitgetragen werden.

 

Charly Freitag, Gemeindepräsident und Nationalratskandidat FDP.Die Liberalen,

Beromünster